Die Symptome von Migräne

Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzarten. Sie führt bei den Betroffenen zu einem hohen Leidensdruck und kann oft nur mit starken Medikamenten behandelt werden. Migräne-Attacken verlaufen ganz unterschiedlich. Auch beim gleichen Patienten können sie total verschieden verlaufen. Es gibt allerdings einige Symptome, die charakteristisch für Migräne sind und auch zur Diagnose herangezogen werden. Denn erst wenn die Diagnose gestellt ist, finden viele Betroffene Hilfe und Unterstützung und die zielgerichtete Behandlung, die sie benötigen.


Die Symptome im Überblick:


Einseitige starke Kopfschmerzen

Das Hauptsymptom bei Migräne ist der starke einseitige Kopfschmerz. Patienten beschreiben diesen Schmerz oft als pochend, hämmernd pulsierend. Für die Patienten fühlt es sich so an, als würde der Kopf zerspringen. Während einer Attacke hält sich der Schmerz immer nur auf einer Seite auf. Es kann aber ein, dass der Schmerz bei der nächsten Attacke auf der anderen Seite auftritt.


Schmerzen werden bei Bewegung schlimmer

Während Spannungskopfschmerzen oft bei Bewegung besser werden und dem Betroffenen die Kopfschmerztablette ersparen, ist dies bei Migräne nicht der Fall. Denn unter Bewegung werden die Schmerzen und Beschwerden meist schlimmer. Das führt dazu, dass die Patienten während einer Attacke am liebsten nur liegen oder sitzen. Dieses Merkmal wird auch nur Abgrenzung zu Cluster-Kopfschmerzen herangezogen. Denn diese verschlimmern sich bei Bewegung nicht.


Übelkeit oder Erbrechen

Typisch für Migräne ist, dass der Verdauungstrakt ebenfalls Symptome zeigt. Manche Patienten fühlen nur ein flaues Gefühl im Magen, andere Patienten müssen sich sogar mehrfach übergeben.


Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen

Betroffene sind während einer Migräne-Attacke hochsensibel. Ihr Gehirn ist im Ausnahmezustand und scheint Reize anders bzw. übertrieben wahrzunehmen. Das führt zu einer Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen. Gerade letzteres hängt auch mit dem Thema Erbrechen und Übelkeit zusammen. Denn der Geruch des eigenen Lieblingsessens kann während der Migräne Erbrechen auslösen. Gegen die Lichtempfindlichkeit ziehen sich Betroffene gerne in einen dunklen Raum zurück. Denn normales Licht blendet sie sehr stark


Aurasymptome

Etwa 15 bis 30 Prozent aller Patienten leiden an einer Migräne mit Aura. Das bedeutet, dass der Phase der starken Kopfschmerzen eine Phase mit weiteren Symptomen vorausgeht. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Sehstörungen: Betroffene nehmen gezackte Linien, Lichtblitze oder andere Dinge wahr. Neben diesen „zusätzlichen“ Wahrnehmungen gibt es auch das Gegenteil und Betroffene berichten über einen teilweisen Gesichtsfeldausfall. Dabei sind Teile der Umgebung nicht mehr sichtbar, sondern werden als grauer oder schwarzer Fleck wahrgenommen. In seltenen Fällen kommt es während der Aura zu einer kompletten Erblindung, die sich aber vollständig zurückbildet.

  • Sprachstörungen: Viele Patienten können während der Auraphase nicht mehr richtig sprechen. Sie stammeln oder stottern bzw. möchten etwas sagen, aber ihr Sprachzentrum gehorcht ihnen nicht mehr.

  • Missempfindungen. Auch von Missempfindungen auf der Haut bzw. am ganzen Körper wird berichtet. Bei den einen fühlt sich das an, wie ein eingeschlafener Arm, andere bemerken ein Gefühl von Taubheit.

  • Schwindel: Bei manchen Menschen dreht sich während der Aura alles und sie werden von teils starkem Schwindel heimgesucht.

  • Lähmungen: Eine Aura kann neben den Missempfindungen auch Lähmungen auslösen. Das führt soweit, dass Migränepatienten nicht mehr gehen können oder einen Arm nicht mehr heben können.


Wenn sich die Symptome der Aura zurückbilden, tritt anschließend der Kopfschmerz auf. Oft leiden Migränepatienten aber noch einige Tage nach der Attacke an Nachwehen und sind überempfindlich.

Weitere Blogbeiträge:

Kopfschmerzen Lösung Sidebar

© 2021