Hinterkopfschmerzen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Kopfschmerzen kennt jeder von uns. Das Spektrum reicht von pochendem Schläfenkopfschmerz über einseitiges Stechen oder ein dumpfes Gefühl, das den ganzen Kopf betrifft. Doch auch der Hinterkopf kann betroffen sein. Hier spricht man vom Hinterkopfschmerz. Welche Ursachen dahinter stecken könnten und wann man zum Arzt gehen sollte, beschreibt der folgende Beitrag.

Ursachen für Hinterkopfschmerzen

  1. Verspannungen

    Eine häufige Ursache für Schmerzen im Bereich des Hinterkopfes sind Verspannungen. Stundenlanges Sitzen in der immer gleichen gekrümmten Position, zu wenig ausgleichende Bewegung und Stress führen über kurz oder lang zu Verspannungen im Rücken und im Nacken. Wenn die Schmerzen ausstrahlen, betrifft das oft den Hinterkopf.
  2. Traumatische Verletzungen

    Nach einem Sturz auf den Hinterkopf oder nach einem Schlag auf den hinteren Teil des Kopfes sind Hinterkopfschmerzen oft die Folge. Nach einem solchen Vorfall solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Kopfschmerzen sind zwar nach Stürzen oder Unfällen häufig, aber sie sollten dennoch abgeklärt werden. Oft werden die Schmerzen auch von einer Gehirnerschütterung begleitet. In den meisten Fällen heilen die Beschwerden mit Ruhe und leichten Schmerzmitteln unkompliziert aus. Ein Arzt sollte dich aber dennoch genau untersuchen, um sicherzustellen, dass keine weiteren Kopf- oder Gehirnverletzungen vorliegen.
  3. Sekundäre Kopfschmerzen als Begleiterscheinung anderer Krankheiten

    Wenn die Schmerzen am Hinterkopf stechend oder pulsierend sind und wie aus dem Nichts auftreten, sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Denn Hinterkopfschmerzen sind Begleitschmerzen bei einigen schweren Krankheiten. Hier ist der Kopfschmerz nicht die eigentliche Krankheit, sondern nur das Symptom einer anderen Krankheit. Bei einer besonderen Form des Schlaganfalls kommt es zum Beispiel zu einer Blutung, die sich in extrem heftigen Hinterkopfschmerzen äußert. Die Schmerzen werden von Erbrechen, Übelkeit und Nackensteifigkeit begleitet und sind ein akuter Notfall.

    Auch wenn Schwindel, Sehstörungen, Fieber oder Krampfanfälle in Verbindung mit Hinterkopfschmerzen auftreten, ist dies ein Warnsignal und sollte schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden. Denn hinter den Symptomen können sich eine Hirnhautentzündung oder ein Tumor verbergen. Allerdings gehören diese Krankheiten wirklich zu den seltenen Krankheiten.
  4. Okziptalneuralgie

    Auch eine Okzipitalneuralgie (auch Okzipitalsyndrom) geht mit Hinterkopfschmerzen einher bzw. Hinterkopfschmerzen sind das Hauptsymptom.
  5. Zervikozephalgie

    Als Zervikozephalgie bezeichnet man alle Schmerzen, die von der Halswirbelsäule ausgelöst werden. Gibt es Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule führt das hin und wieder auch zu Hinterkopfschmerzen.
  6. Postkoitaler Hinterkopfschmerz

    Hinterkopfschmerz kann in der Tat auch durch Sex ausgelöst werden. Das ist zwar selten, tritt aber doch immer wieder auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Ursache liegt in der Anstrengung beim Geschlechtsverkehr. In der Regel dauern die Schmerzen nur wenige Minuten. Es gibt aber auch seltene Fälle, in denen die Schmerzen tagelang anhalten.
  7. Zähneknirschen

    Gehörst du zu den Menschen, die viel im Schlaf verarbeiten und dabei mit den Zähnen knirschen? Wenn das der Fall ist, könnten deine Hinterkopfschmerzen auch durch das nächtliche Knirschen ausgelöst werden. Denn das führt zu Spannungen im Bereich des Kiefers, des Gesichts und des Nackens und kann auch zu schmerzhaften Empfindungen im Hinterkopf führen.

Die Behandlung von Hinterkopfschmerzen

Die Behandlung der Hinterkopfschmerzen richtet sich ganz nach der Ursache. Wenn die Schmerzen durch Verspannungen ausgelöst werden, muss das Problem dort behoben werden, wo die Verspannungen sitzen. Das ist meist der Bereich des Nackens oder der Brustwirbelsäule. Hier hilft eine Massage oder eine Behandlung beim Physiotherapeuten oder Osteopath. Auch eine Änderung des Haltungsmanagements und regelmäßige Bewegung sind hier hilfreich. Wer viel am Bildschirm arbeitet, sollte regelmäßige Bewegungspausen einlegen, um den Verspannungen entgegenzuwirken. Wer seine Hinterkopfschmerzen mit dem nächtlichen Zähneknirschen in Verbindung bringt, sollte sich beim Zahnarzt eine Aufbiss-Schiene anfertigen lassen. Das entspannt den Kiefer, bessert die Verspannungen und schützt zudem die Zähne vor zuviel Abrieb.


Im akuten Fall helfen natürlich Schmerzmittel. Dies sollte aber eher die Ausnahme als die Regel sein. Alternativ haben sich kühlende oder wärmende Kompressen oder ätherische Öle wie Pfefferminzöl oder Lavendelöl bewährt. Auch ein warmes Bad kann wahre Wunder wirken. Und generell wirkt sich Entspannung positiv auf die Schmerzen aus. Natürlich lässt sich im Büro nicht gleich die Yoga-Matte ausbreiten, wenn du Kopfschmerzen hast. Aber ein paar tiefe Atemzüge oder ein paar Schritte an der frischen Luft können wahre Wunder bei Hinterkopfschmerzen bewirken.

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