Sieben Tipps bei Kopfweh

Kopfweh kann das Leben der Betroffenen erheblich einschränken. Denn mit den Schmerzen geht eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Du musst vielleicht Termine absagen, bist auf der Arbeit nicht so leistungsfähig oder kannst nicht so mit deinen Kindern herumtoben, wie du gerne möchtest. Damit der Schmerz im Kopf nicht dein Leben bestimmt, kannst du selbst einiges tun. Wenn du immer wieder unter Kopfweh leidest, solltest du die folgenden Tipps beachten.


Tipp Nummer 1: Eine gute Diagnose ist das A&O


Kopfweh ist nicht gleich Kopfweh. Die Internationale Headache Society (IHS) unterscheidet über 220 Arten von Kopfweh. Da diese verschiedenen Kopfweh-Typen auch unterschiedlich behandelt werden, steht die Diagnose an erster Stelle. Zum Beispiel fühlen sich Cluster-Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerz ähnlich an, werden aber unterschiedlich behandelt. Während bei Spannungskopfschmerzen Medikamente aus der Gruppe der Nichtsteroidalen Antirheumatika helfen, sind diese bei Cluster-Kopfschmerz unwirksam. Und gerade die Abwägung der Vor- und Nachteile einer medikamentösen Behandlung spielt bei Kopfweh eine entscheidende Rolle. Denn Medikamente können in einen Teufelskreis führen und die Patienten in einen immer tieferen „Schmerzsumpf“ führen.


Tipp Nummer 2: Vorbeugen ist besser als heilen


Das beste Kopfweh ist das, das erst gar nicht entsteht. Zum Glück weiß man heute, dass es verschiedene effektive Wege gibt, um Kopfweh vorzubeugen. Wer regelmäßig unter Kopfweh leidet, sollte zum Beispiel überprüfen, ob er oder sie genug Sport treibt. Ausdauersportarten helfen erwiesenermaßen gegen Kopfweh. Also rein in die Laufschuhe oder rauf aufs Rad. Wer den Sport an der frischen Luft betreibt, schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn die frische Luft wirkt sich zusätzlich positiv aus.


Tipp Nummer 3: Lerne zu entspannen


Kopfweh ist eng mit Stress verbunden. Und der ist in unserer hektischen Welt praktisch immer da. Wenn du lernst, gut mit deinem Stress umzugehen und nach stressigen Phasen gezielt entspannst, bist du weniger anfällig für Kopfweh. Kopfweh-Forscher empfehlen das Erlernen der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobsen, denn ihre Wirksamkeit ist erforscht und bestätigt.


Tipp Nummer 4: Führe ein Kopfschmerztagebuch


Gerade wenn das Kopfweh neu und unregelmäßig auftritt, sind viele Patienten beunruhigt. In diesem Fall sollte eine gründliche Untersuchung beim Neurologen schwere Krankheiten ausschließen und zu einer Diagnose führen. Da viele Kopfweh-Typen nicht heilbar sind, hilft es ein Tagebuch zu führen und zu erfassen, wann die Schmerzen auftreten. Denn bei vielen Patienten gibt es Trigger, die das Kopfweh auslösen. Das können zum Beispiel bestimmte Lebensmittel sein. Bei Frauen stecken oft hormonelle Schwankungen im Zyklus hinter den Beschwerden. Experten sind sich zwar uneinig, aber auch das Wetter dürfte bei Kopfweh eine Rolle spielen. In einem Kopfschmerztagebuch trägst du all deine Beobachtungen und deine Kopfweh-Attacken ein. Wichtig ist, dass du dies regelmäßig tust, um Muster zu erkennen.


Tipp Nummer 5: Besuche eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe


Die gute Nachricht: Mit Kopfweh bist du nicht alleine. Kopfweh ist so weit verbreitet, dass die meisten ein Lied davon singen können. Wenn du unter chronischem Kopfweh leidest, bringt dir vielleicht der Austausch mit Mitbetroffenen etwas. In einer Selbsthilfegruppe kannst du dich in einem geschützten Rahmen mit anderen Menschen austauschen, die ähnliche Erfahrungen machen, wie du. Vielen Menschen hilft es oft schon, wenn sie über ihre Beschwerden und Probleme reden können. In einer Selbsthilfegruppe gibt es auch Tipps, wie du mit Kopfweh umgehen kannst und es gibt Infos über neue Studien und Behandlungsmöglichkeiten.


Tipp Nummer 6: Achte auf Regelmäßigkeit in deinem Leben


Kopfweh taucht gerne auf, wenn etwas „zu viel“, „zu schnell“ oder „zu plötzlich“ war. Ein plötzlicher Wetterumschwung und schon meldet sich das Pochen im Kopf. Zu viel Arbeit in zu kurzer Zeit und schon merkst du, wie dein Kopf beginnt zu schmerzen. Viele Patienten reagieren nachweislich auf Unregelmäßigkeiten mit Kopfweh. Achte deshalb auf einen guten und regelmäßigen Schlaf, auf regelmäßige Mahlzeiten und vor allem auf regelmäßige Pausen.


Tipp Nummer 7: Nutze die Alternativen zu Schmerzmitteln

Wie bereits erwähnt, können Schmerzmittel zwar im ersten Moment wirksam sein, auf Dauer aber in einen Teufelskreis führen. Deswegen ist es wichtig, dass du für den Akutfall alternative Methoden und Mittel hast, um deinem Kopfweh etwas entgegenzusetzen. Helfen könnten zum Beispiel:

  • Ätherische Öle, wie Pfefferminze, auf Schläfen und Stirn träufeln

  • Kalte oder warme Kompressen

  • Eine Massage oder ein heißes Bad

  • Entspannungsübungen

  • Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft

  • Das Trinken von Entspannungstee, wie Melisse, Ingwer oder Baldrian

  • Ein Kaffee mit Zitrone

  • Belebende Kneipp-Güsse

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